Aus dem Müther-Archiv der Hochschule Wismar

© Sebastian Greuner

Dr. Dina Dorothea Falbe

© Dr. Dina Dorothea Falbe

Das Werk von Ulrich Müther

Dr. Dina Dorothea Falbe (Müther-Archiv Hochschule Wismar)

Veranstaltung:

Vortragsveranstaltung

Datum:

19. November 2026, 19 Uhr

Veranstalter:

Kunsthalle Osnabrück in Kooperation mit Planetarium im Museum am Schölerberg und Verein für Baukultur Osnabrück e.V.

Ort:

Kunsthalle Osnabrück, Vermittlungsraum, Hasemauer 1, 49074 Osnabrück

Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Planetariums Osnabrück findet eine Kooperation zwischen der Kunsthalle Osnabrück und dem Planetarium im Rahmen der Ausstellung „The Dream Before“ von Andrea Pichl statt. Mit ihrer Ausstellung untersucht Andrea Pichl die Verbindung von sozialen, architektonischen und geschichtlichen Räumen. Ausgangspunkt ist der Bau der Planetariumskuppel in Osnabrück, erbaut 1986 durch Ulrich Müther, einer der renommiertesten Bauingenieure der DDR und der deutschen Nachkriegszeit. Pichl thematisiert in ihrer Rauminstallation Aspekte der DDR-Architekturgeschichte, Machtverhältnisse sowie die ökonomischen Verstrickungen zwischen DDR und BRD.

Im Rahmen der Ausstellung laden die Kunsthalle Osnabrück und das Planetarium Osnabrück zu einer Reihe von Veranstaltungen ein. So findet am 19.11.2026 um 19 Uhr eine Vortragsveranstaltung mit Dr. Dina Dorothea Falbe vom Müther-Archiv der Hochschule Wismar statt. Der Vortrag beschäftigt sich mit dem Binzer Bauingenieur Ulrich Müther. Ulrich Müther wurde in den 1960er Jahren in der DDR und darüber hinaus für seine Schalentragwerke bekannt. Insbesondere die Planetariums-Projekte, die er für Carl Zeiß Jena mit der Architektin Gertrud Schille umsetzte, führten Müther und seine Mitarbeitenden in ferne Länder und den Westen Deutschlands. In den 1990er Jahren verloren viele Müther-Bauten ihre Nutzung und verfielen. Der Abriss der ehemaligen Großgaststätte Ahornblatt auf der Berliner Fischerinsel gilt als Wendepunkt in der Rezeption des Werks Ulrich Müthers und der gesamten modernen Architektur der DDR. Heute werden seine Bauten geschätzt und gepflegt - der Unternehmensnachlass im Müther-Archiv an der Hochschule Wismar bildet hierfür eine wichtige Grundlage.

Dr. Dina Dorothea Falbe
Dina Dorothea Falbe studierte Architektur in Weimar und Delft und arbeitet seit 2015 freiberuflich zu Themen um Architektur, Stadtentwicklung und Denkmalpflege. Seit 2023 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Müther-Archiv an der Hochschule Wismar. Ihre 2025 an der Universität Groningen abgeschlossene Dissertation zum Schulbau in der DDR wurde durch ein Stipendium der BBF (Bibliothek für bildungsgeschichtliche Forschung) Berlin unterstützt und mit dem Jutta-Held-Preis des Zentralinstituts für Kunstgeschichte München ausgezeichnet.

Eintritt frei