Im Jahr 2026 sollen die Baukulturgespräche sich mit dem Thema „Freiraum in der Stadt“ beschäftigen. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Grünen Finger in Osnabrück soll der Blick bewusst auf unbebaute Flächen gerichtet werden. Im Mittelpunkt stehen Betrachtungen zum Zusammenspiel zwischen gebauter Stadt und Landschaft, zum Freiraum im Quartier und zur naturpositiven Gestaltung von urbanen Räumen.
Alte Bilder mit neuem Leben füllen
Die entscheidende Frage der gegenwärtigen Stadtentwicklung ist: Wie gestalten wir gemeinsam urbane Landschaften naturpositiv, klimagerecht und zukunftsfähig? Bei der Suche nach Antworten stoßen wir auch auf Bilder und Konzepte der Vergangenheit, die gleichsam als Gegenentwurf zur Industrialisierung städtischer Räume im Untergrund überlebt haben. Dazu gehört das Konzept der „Grünen Finger“ in Osnabrück aus den 1920er-Jahren, das dank eines weitsichtigen Stadtbaurats (Friedrich Lehmann) initiiert und umgesetzt wurde. Osnabrück war kein Einzelfall. Das Konzept, Grün als Gestaltungsmittel einzusetzen, fand damals in ähnlichen Ausformungen auch in anderen urbanen Zentren Anwendung: Zum Beispiel mit den Plänen Fritz Schumachers für Hamburg oder bei der Gründung des Siedlungsverbands Ruhrgebiet durch Robert Schmidt. Wenn heute alte Bilder mit neuem Leben gefüllt werden, so ist jedoch nicht mehr der einzelne visionäre Baurat gefordert. Unter den Herausforderungen der Zukunft sind wir gemeinsam als Stadtgesellschaft gefragt, Freiräume für mehr Leben mit Natur zu gestalten.
Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
Ein vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.
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